|
| Was ist Taekwon-Do ? |
|
| Taekwon-Do ist ein koreanischer Kampfsport welcher sich aus verschiedenen alten Kampfkunst-Stielen zusammensetzt, deren zahlreichen Techniken aus einer Variation Von Schlägen und Stößen mit fast allen Teilen der Hände, Arme , Beine und Füßen besteht. |
|
| Frei übersetzt bedeutet |
| TAE |
|
Fuß - die Kunst der Fußkampf-Techniken ,Treten und Springen |
| KWON |
Faust- die Kunst des Kampfes mit der Hand und Faust |
| DO |
Der geistige Weg (der Weg des übenden) |
|
|
| Die Ur-Geschichte des Taekwon-Do ist wohl hauptsächlich in der Zeit zu suchen als Korea noch in drei Königreiche geteilt war. |
|
| Die Drei Königreiche |
|
|
Das königreich Koguryo welches von König Tong-Myong-Son-Gwang gegründet wurde. Koguryo wurde stark von China beeinflusst und 668 n. Chr. von dem Kleineren Königreich Silla besiegt.
Das königreich Paekche existierte etwa 350 bis 660 n. Chr. Und stand unter hartem Konkurrenzkampf mit seinen Nachbarn Koguryo und Silla. Im Jahre 660 n. Chr. wurde Paekche vom königreich Silla besiegt und vernichtet.
Das königreich Silla welches im Jahre 57 v. Chr. gegründet wurde und bis 935 n. Chr. bestand. In seiner langen Geschichte entwickelte das Silla –Volk viele Kampf und Kriegstechniken mit und ohne Waffen wie z.B. das Subak, Bak-Chiki-Sul und Bu Chai Sul mit denen Gegner geschlagen, getreten, geworfen, gehebelt und gewürgt werden konnte.
|
|
 |
|
| Durch die Vereinigung der drei Königreiche entstand das Königreich Groß – Silla, welches den Namen Koryo annahm, aus dessen Bezeichnung der heutige Name Korea entstand. Durch den Zusammenschluss der Königreiche wurden auch die verschiedenen Kampftechniken „ zusammengemischt“. Es entstand die Kampfkunst Taekyon. |
|
In Kyongju, der früheren Hauptstadt von Silla kann man heute noch im Pulguksa -Tempel zwei steinerne Kämpfer betrachten welche sich in einer Subak- Kampfstellung gegenüberstehen.
|
|
|
|
Diese alten Stiele wurden während der japanischen Besatzung (1909-1945) sehr stark von den japanischen Stielen beeinflusst. Nach der Besatzung kamen verschiedene Systeme aus dem chinesischen Kung-Fu dazu. Da Korea nun in zwei verfeindete hälften gespalten war, wurde ein Austausch der verschiedenen Techniken vorerst unmöglich.Diese “ gemischten “ Stiele wurden nun im Koreakrieg (1950-1953) von der Nord- sowie von der Südarmee eingesetzt.
|
|
|
Der Name Taekwon-Do entstand erst am 11. April 1955 als der koreanische General Choi Hong Hi die wichtigsten der alten koreanischen Stiele des Taekyon und des japanischen Karate zusammenführte.
|
|
| Diese sind : |
|
|
Chung-Do-Kwan |
|
von Meister Duk Sung, Son. |
| Chang-Moo-Kwan |
von Meister Nom Suk, Lee. |
| Chi-Do-Kwan |
von Meister Kwai Byung, Yun. |
| Moo-Duk-Kwan |
von Meister Hwang, Kee. |
| Sung-Moo-Kwan |
von Meister Byung Jik, No. |
| Yun-Moo-Do-Kwan |
von Meister Sang Sup, Chun. |
|
|
| Der Erfinder des heutigen Taekwon- Do |
|
Der am 9. November 1918 in Nordkorea geborene Choi Hong Hi gilt als Urvater und Erfinder des heutigen Taekwon Do. 1938 erlernte Choi die japanische Kampfkunst Shotokan Karate. Bei Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde Choi gegen seinen willen von der Japanischen Armee rekrutiert. Während seiner Stationierung in Pyong- Yang in Nordkorea wurde er als Organisator der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung angeklagt und in einem japanischen Gefängnis Inhaftiert. Um die Langeweile zu mindern und sich Physisch fit zu halten trainierte er in seiner Gefängniszelle Karate. Die Befreiung Koreas 1945 rettete Choi vor einer siebenjährigen Haftstrafe. Im Januar 1946 wurde er als stellvertretender Leutnant in die neu gegründete koreanische Armee aufgenommen. Dort begann er damit seine Soldaten in Karate zu unterrichten. Angetrieben durch seine nationale Gesinnung entwickelte er neue Techniken zu den Japanischen Karatetechniken um dem Japanischen Karate in Psyche und Technik überlegen zu sein. Als er 1951 Brigadegeneral wurde wuchs auch sein Einfluss auf das Militär und konnte so durchsetzen, dass die von Ihm neu entwickelte kriegerische Kunst ins Ausbildungsprogramm der Armee aufgenommen wurde. Taekwon-Do wurde schnell zum koreanischen Nationalsport und wurde Pflichtfach an allen Militär- und Polizeischulen des Landes. 1961 unterstützte Choi den Militärputsch in Südkorea, wo aber General Park Chung-Hee die Oberhand gewann, welcher ende der 40er Jahre von einem Militärgericht, dem Choi angehört hatte zu Tode verurteilt wurde. Da das Urteil nicht vollstreckt wurde und Park nun an die Macht kam wurde Choi gezwungen in den Ruhestand zu treten. 1965 wurde Choi Hong Hi südkoreanischer Botschafter in der BRD und stellte Taekwon-Do in Deutschland vor. Am 22. März 1966 gründete er die International Taekwon-Do-Föderation ( ITF ) dessen erster Präsident er wird. Doch Anfang der 70er Jahre kam es zum Streit zwischen Choi und der 1961 gegründeten Korean Taekwon-Do Association und Choi wanderte nach Kanada aus. Als Choi den Hauptsitz der ITF nach Toronto verlegte, wurde im Mai 1973 in Südkorea ein neuer Verband gegründet. Die World Taekwon- Do Federation ( WTF ). Ihr Präsident wurde Südkoreas Ex-Geheimdienstchef Dr. Kim, Un Yong. Choi Hong Hi starb am 15. Juni 2002 im alter von 83 Jahren an Magenkrebs in Pyong-Yang |
|
|
|
| Taekwon-Do heute |
|
|
Durch die Gründung der WTF entstand 1973 ein neues Taekwon-Do System. Heute trennen wir die Stiele in das so genannte Traditionelle Taekwon-Do welches primär durch die ITF vertreten wird und dem „neuen“ System welches durch die WTF gelehrt wird. Beide Organisationen unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die Übungsformen (ITF = Hyong / Tul , WTF = Poomse / Taeguk) und den sportlichen Wettkampfregeln.
|
|
| Die Hauptbestandteile des Taekwon -do sind : |
|
|
- Die Formen (Tul / Hyongs b.z.w. Poomse/Taeguk) |
| - Der Freikampf ( Matsogi b.z.w Chayu-Taeryon ) |
| - Selbstverteidigung ( Hosinsul ) |
| - Der Bruchtest ( Kyek- Pa ) |
|
|